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susibluetest

FitnessIrr(oder)Sinn?imSusiBlueTest

Wer hätte das gedacht. Ich nicht. Das ich mich auf die Absurdität von Bewegung im geschlossenen Raum einlasse. Eigentlich paradox. Sport im Stillstand. Hamster im Rad. Hamster an Hamster, niedrige Decke, stickige Luft. So der Eindruck des denkenden Kopfes.

Und doch: kommen die wintereingefrorenen Glieder aus der Starre in Bewegung und ignorieren alles wenn und aber und das erstarrte Blut fängt an zu fließen und durchtränkt die eingefallenen Poren  fließt durch die Nerven bis mitten ins Herz. Das sich nicht schert, ob außen oder innen, absurd oder irre, sondern lacht ob der Freude am Sein in Bewegung. Auf dem Fließband oder auf dem Ganzundgarkörperstrampler oder wo auch immer, an Stangen, auf Matten, eingeklemmt zwischen Gewichten und Maschinen.

Und die Susi schmeißt alle Bedenken in die zahlreichen Mülleimer verteilt in den Räumen, streut sinnlos Desinfektionstücher mit hinein, obwohl sie um den beschleunigten Wachstum von zähen Monsterkeimen durch mangelhafte und überflüssige Pseudodesinfektionen weiß. Ignoriert Geräusche, Gerüche und Käfigwelt und genießt es sich in der Enge der Großstadt endlos bewegen zu dürfen.

Mit dem I-Tüpfelchen von Stöpseln in den Ohren ohne auf Verkehr oder andere Weltgefahren achten zu dürfen. Frei hampelnd in einer sicheren fiktiven Bewegungsblase freut sich die Susi. Und wird den Kopf vor der Tür im Freien denken lassen und von ihm befreit drinnen so lange strampeln bis jede Zelle im Körper lacht.

Meldet Euch ruhig an liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, bis genügend Wiesen und Felder und Wald zum freien toben in der Welt mitten in der Stadt gewachsen sind und wir alle nach draußen strömen können ohne uns gegenseitig über die Füße zu stolpern oder in rasende Autos zu rennen.

Es grüßt Euch aus dem nahenden Frühling im Innen und Außen

Susi Sorglos

P.S. Und lasst uns gemeinsam für Öffnungszeiten rund um die Uhr einsetzen in sämtlichen Studio-Ketten. Ist jetzt schon voll und wenn ihr denn alle mitmacht brauchen wir unbedingt mehr Zeit. Sonst reicht selbst der Platz für Bewegung im Stillstand in der Fülle unsere Stadt nicht mehr aus…

P.P.S. Und den Baum pflanzen trotzdem nicht vergessen. Irgendwann im Leben. Damit eines Tages aus den eingepferchten Hamstern irgendwann wieder befreite Wesen werden…

P.P.P.S. Und ich weiß um Rechtschreibe- und Sachfehler im Text. Aber so ist es wenn der Kopf vor der Tür verbleibt. Und darf es SEIN…

 

 

 

 

 

 

 

 

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Tiergarten einer großen Stadt

Ein Sommertag. Blau erstrahlt der Himmel. Grün wuchert das Gras und ehrwürdig stehen mächtige Buchen und urige Platanen in üppiger Blätterpracht. Gepflegt lustwandeln die geputzten Menschlein und genießen die grüne Oase inmitten der Stadt. Der Engel fliegt schützend über den Park und reflektiert das Sommerlicht  in reich- goldigen Strahlen.

Unvermutet eine Explosion …

… schon ist die Menschin schwungvoll aus ihrer Sommertraumwolke geschleudert und unsanft gelandet auf irdischem Boden in stechendem Gestank entleerter Eingeweide. Die liebliche Sommerbrille liegt zersplittert am Boden. Das hüpfende Rotkehlchen und sein fröhliches Rascheln unter Gestrüpp muten grotesk an vor den Menschen in Obdachlosigkeit verteilt auf den Bänken. Verkrümmt biegt sich der eine, krankes Husten dringt aus der Brust des anderen. Und wohin das Auge blickt zeigt sich neues Leiden und Zersetzung. Der Boden wankt. Und überall Müll. Flaschen. Gerüche. Die Mülleimer quellen über und die Erde versumpft in den menschlichen Massenströmen. Und hinter den Baumkronen schimmern die Gitter eingesperrter Tiere…

Mittendrin: schäumendes Bier und duftende Pizzablasen locken an. Und ziehen als magischer Köder das Geld für den Genuss der Verblendung und Blindheit aus den Taschen menschlicher Schwärme.

Da sitzen wir Menschen und schmausen. Mitten im Dreck. Und suhlen uns in der Illusion eines leuchtenden Sommertages in herrlichem Park.

Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen. Ich bin denn mal weg. Verschwinde flugs. Lasse Euch das Lustwandeln und den mutig- tatkräftigen unter Euch den Kampf gegen das Elend von Pflanzen, Tier und Mensch im Park. Und fliehe auf die Illusion einer Welt- Pause über irrgläubig festem Beton- Boden.

Es grüß eine Gummi-Stiefel suchende

Susi Sorglos

… verhüllt in eine parkferne Illusion . Da fällt das nix sehen, nix hören und nix riechen einfach mal leichter….

… und wenn ich die Stiefel gefunden haben sollte sehen wir uns vermutlich eines Tages wieder… wenn die Bäume noch wachsen und das Rotkehlchen singt muss der Boden wohl mehr als Müll sein…vielleicht ist graben und buddeln im Sumpf noch besser als jede Illusion…. Und Elend und Müll werden nicht weniger durch wegsehen…Neh. Auch keine Lösung.  Aber Vergnügungsflanieren durch Elend … Oh jeh. So oder so:  Pause muss drin sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

FrühlingtrifftBalkenAmBergImHagelWald

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Im Susi Blue Test:

Eine kleinschrittige Wanderung mit großem Schritt dem Frühling entgegen mit Schnecke & Zampano in Begleitung des treuen Rudis.

Die Bahn bringt die Wandergruppe in stiller Morgenfrühe störungsfrei zum Ausgangspunkt und die ersten Knospen der Rhododendren begrüßen trunken vom nächtlichen Regen die ausgeruhten Wanderfüße. Über feuchte Wiesen schimmern die Gemäuer eines Schlosses, in dem leider keine Prinzessin und ihr Krieger hausen, sondern kapitalistische Zweibeiner. Doch der Blick der Phantasie lässt sich von dieser Realität nicht schrecken, so dass die Wanderführerin mit Schlossmärchen im beglücktem Herzen die frischen Brötchen am Wegesrand verschmäht und sicheren Schrittes zielstrebig nach den ersten Kilometern das Gefolge in die Irre leitet.

So findet sich die Wandergruppe unverhofft nicht zwischen Stämmen und Kunst auf buckeligem Waldpfad, sondern auf einem schnurgraden Asphaltweg am Rande rasender Autos. Doch immerhin stimmt die Himmelsrichtung und der Blick in die Natur ist durch die Baumlosigkeit des Weges mit Weite beschenkt. Trotzdem ist das Vertrauen des Wandergefolges merklich erschüttert und bei dem letzten Kilometer hin auf den ursprünglich angestrebten Weg sinkt die Begeisterung unter den Gefrierpunkt, als nicht nur diversen Autos durch Sprünge ins Gebüsch entkommen werden muss, sondern eben dieses Buschwerk statt mit Frühjahrsknospen mit reichlich Zweibeiner- Müll auf und unter Ästen aufwartet. Dank dieser Gegebenheiten hat die Wanderführerin immerhin eine nicht für ihre Geschwindigkeit bekannte Gruppe weit unter der veranschlagten Zeit ein gutes Drittel des Weges gelenkt und nach einer Biegung findet sich auch der sehnsüchtig vermisste Weg wieder an…

Zwischen Hobbit- Riesenbäumen ist der letzte Abschnitt des Weges flugs in die weite Ferne menschlichen Vergessens gerückt (hofft die Wanderführerin- auch im Hinblick auf die Bewertung ihrer Orientierungsqualitäten) und den Wanderfüßen lacht jede Fußzehe auf dem schwingenden Waldweg.

Doch 3:2:1 Regel hin oder her, das Magengrummeln aller Beteiligten fordert eine weitere Plan- Änderung. Und schon erwartet eine Riesenbank incl. Kunst vor Augen die hungrige Gruppe. Das Fladenbrot erweist sich als hervorragende Alternative zu den verschmähten Brötchen am Tagesbeginn und der Gaumen erfreut sich schmelzender Käse und russischer Keksschneegebirgeschokoladenminikuchen.

Danach kann nichts mehr schief gehen und das Gipfelkreuz wird ohne jegliche Anstrengung durch gestärkte Wanderwesen erreicht(könnte allerdings auch an fehlendem Berg und Gipfel gelegen haben). Der Hagel bleibt ebenso aus. Das Dorf liegt friedlich im Sonnenschein und liebevolle Details und Weltoffenheit schmücken den Wegesrand.

Auf der letzten Etappe des Weges machen sich trotz anfänglicher Abkürzung und Zeitgewinn die wintermüden Wandermuskel zunehmend bemerkbar und statt einem ausgiebigen Spaziergang durch ein verschlafenes Städtchen erstürmt die Wandergruppe zielstrebig und auf direktestem Wege das Ziel. Sonnenschein und Burgmauern am Horizont vergolden eine einfache Bank vor einem schlichten Bahnhof. Die Wanderführerin verzichtet auf eine ausführliche Bewertung der Wanderführung und versinkt lieber in erneute Märchenwanderträume…

Die menschliche Kunst am Weg verdeutlicht den Kleingeist des Menschen im Vergleich zum Werk der Natur. Doch kein menschlicher Müll, nicht einmal die Müllberge am Straßenrand können den Frühling und die Märchen in der Landschaft ersticken und ob Berge oder Flachland mag auch eine nebensächliche Definitionsfrage sein, so dass ganz sicher die Wandergruppe an diesen Ort zurückkehren wird.

Es grüßt eine orientierungslose

Susi Sorglos

die trotzdem das Ziel und den Frühling gefunden hat…

Und nächstes Mal dürfen der große Zampano und sein bester Freund die Richtung suchen und Susi Sorglos darf die friedliche Gesellschaft von der kleinen Schnecke und dem treuen Rudi in vollen Zügen genießen… Ein liebender Dank an die weltbeste Wandergruppe!

 

 

 

 

 

GrünImSusibluetest. Auf der Suche nach dem Grün.

Die Erlebnisvielfalt des Grüns – im Sommertest

Die im Grau gefangenen türkis- grünen Tupfer des S-Bahn-Bodens verdienen den Namen grün nicht. Trostlos schwimmen sie in der allgemeinen Traurigkeit des farbig farblosen Punktmusters, auf denen selbst ein beschuhter Fuß nur an Flucht denkt und der dazugehörige stadtstumpfe Mensch sich wundern mag, weshalb sein (noch) lebender Fuß ständig zuckt im Kampf um eine ersehnte Freiheit.

Scherbengrün. Reichlich zu finden in der großen Stadt. Überreste menschlicher und berauschter Zerstörungswut. Irgendwann steckt es fest und dann fließt es vielleicht rot, aber sicherlich nicht grün. Scheingrün die Scherbe, kein echtes Grün.

Grünes Haar. Aber der Haaransatz verrät den Trug: wieder kein gewachsenes echtes Grün. Vielleicht aber eine weitere Grünsucherin. Kann ich aber nicht fragen. schläft tief und fest auf einer ehemals grünen, inzwischen in allen Farben besprüht- bemalten und mit abblätternden Farbfetzen garnierten Bank. Also ganz sicher kein echtes Grün.

Wegrandstraßenfurchengrün. Fehlt der Duft. Statt nach Gras riecht es nach Benzin. Oder nach Hund. Oder nach Mensch. Nie nach Grün. Aber echter Grünkampfgeist. Das weckt Hoffnung auf mehr. Also weiter…

Grüner als Grün: das blühende Algenmeer eines großen Stadtrandsees nach Temperaturendsommerschock. Es riecht nach sterbendem Aquarium in engem Raum. Und erstickendem Grün. Giftgrün umschwappt träge Masse die versuchte Schwimmbewegung des Menschen. Grün erscheint jedes Wesen von oben bis unten bei Flucht aus dem See. Kein gutes Grün. Reich an Kläranlagen, Phosphaten und Stickstoffverbindungen, arm an Grün. Schnell hinfort entflieht nicht nur das grünsuchende sondern jedes Wesen.

Ob es ausgestorben ist, das GRÜN?

Da bleibt nur die Flucht aus der großen Stadt. Mit einem gefüllten Dunkelgrünglas im Gepäck. Eine Spezialität aus fernen Landen gekauft in einem gar nicht grünen Supermarkt. Auf gut Glück ins Grüne gegriffen.

Und unverhofft in einer Sackgasse für die motorisierte Menschheit beginnt ein leises Grün. Zunächst am Wegesrand. Nicht kämpferisch und dabei kümmerlich, sondern wild und wuchernd den Weg bestimmend. Dem Winzling Mensch einen Weg schenkend. Der ihn in noch mehr Grün lenkt. Grün zwischen den Zehen und sattes Grün über dem Kopf. Da darf der See statt in Blautönen gerne in schlammbraungrünen Tönen schimmern und als zurückhaltender Hintergrund dem Überallgrün dienen, das in schlingernden Lichtstreifen durch die Welt schwebt (hierzu einfach auf den Rücken legen und mit zusammengekniffenen Augen durch das Gras rollen)und den aus dem Schlammblau wieder auftauchenden Menschen mit offenen Tentakeln umfängt (die letzten Wassertropfen in den Augen behalten und direkt über einem dicken Grasbüschel die Augen erst vollständig öffnen und ganz und gar in die Grasarme fallen lassen). Und nachdem das Grün über Augen und Nase und Haut schon in das Menschenwesen gedrungen ist folgt nun noch ein Weg auf einem silbernen Löffel aus dem Glas in der Mund. Feuchtdunkelsauerreichgründoppelgrünendlosgrün erwacht die eingelegte Pflanze im Mund zu neuem Leben & breitet sich aus im Körper und verbindet sich in Endlossynapsen mit den umgebenden Grüntönen. Mehr grün geht nicht.

Und glücklich grün grüßt

Susi Sorglos grünsuchende Mitbürger und Mitbürgerinnen…

Mit dem Löffel immer noch im Mund. Glas verrate ich nicht, muss erst selber einen Vorratskeller damit füllen, bevor die Einkaufsläden von Massen gestürmt und die Regale mit dem kostbaren Gut geplündert werden…

& einen besonderen Gruß dem Grünfinder an meiner Seite. Dir verrate ich es… damit Du mir beim Füllen der Vorratskammer hilfst… Und weil die SusiSorglosWelt farblos wäre ohne den Grüngefährten an ihrer Seite. Merci …

Sommerhitze. Blue Test. von Luna-Lupa @ 2015-07-04 – 19:39:56

deutschland-glueht-unter-der-sommer-hitze

Der Wetterumschwung naht und schickt seine Boten.
Das klare Himmelsblau sticht in den Augen, vervielfältigt sich in unzählige scharfkantige Leuchtpartikel, die zielstrebig in jeden Winkel des Kopfes rasen und dabei auf ihrem Weg in jeder Nervenwindung einen tiefen Schmerz zurück lassen. Die hellen Vogelstimmen ströhmen durch das offene Fenster und dringen verschlungen mit dem klangvollen tiefen Läuten naher Kirchenglocken durch die Ohrkanäle in das Zentrum des Kopfes, in dem sie explodierend eine Fontäne an Schmerz erzeugen.
Die Sinne sehnen sich nach feucht- sanftem Grau, aber unerbittlich strömt das Blau in dichten Bündeln näher.

Die Hitze ist da. Im Kopf befreit von Schmerzen schwappt dumpf die erschöpfte Masse der Hirnwindungen.
In den herzfernsten Zellen staut sich das Blut. Schwer kämpft sich der Körper durch den sengenden Tag.
In den Gewässern sprudeln dicht Keime und Schlick, in künstlichem Blau tobt die Menschheit in Unmengen an Chlor. Der Lärm der Menschen vereinigt sich mit der über das Land züngelnden Hitze und verbrennt jedes zarte und zerbrechliche Leben.

Trotz einem Dasein in Wohlstand mit Hygiene und Wasserreichtum jede andere Jahreszeit als den Sommer herbei sehnend
grüßt müde
Susi Sorglos
sehr freudig in der Gewissheit, dass die grauen Fluten hinter der Hitze lauern und sich unaufhaltsam nähern, um das verdorrte Land zu tränken und Gedanken im Kopf wieder zum Sprudeln und zum Tanzen im strömenden Regen zu bringen…
Halt durch, verblassender Grashalm, dauert nicht mehr lang und dein sattes Grün erwacht zu neuem Leben.
Das sanfte Streicheln feuchter Würmer wird deinen von Menschenmassen geschundenen Körper wieder aufrichten und Undines Lächeln am Himmel erstrahlen für Dich.

Randsichten. Eine Wanderung, von Luna-Lupa @ 2015-07-03 – 19:54:36

Die Antragstellung eines Wanderführers auf eine Premium- Wanderauszeichnung.
Eingereicht am 07. Juni 2015. Am selbigen Datum erfolgte Prüfung.
Bewertet nach reiflicher Überlegung am 03. Juli 2015.

Die Anfahrt gestaltet sich dank der unermesslichen und ansteckenden Begeisterung des Wanderführers trotz Schienenersatzverkehr, organischem und anorganischem Müll unterschiedlichster Farbe und Konsistenz und schlierigem Seewasser von Beginn an freudereich. Stets weiß der Wanderführer auf die schönen Perspektiven hinzuweisen und badet im schlierigen Schlick, als umschlängen ihn brandend- frische Fluten. Unbeirrt führt der Wanderführer die Gruppe bei erstaunlicher Orientierung nur mit einem wirren Kompass ausgestattet kartenlos durch dichtes Unterholz.

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Die Tiervielfalt kann es mit dem tiefsten Urwald aufnehmen: Tauben, Dohlen, Ameisen, Spatzen, Teichhuhn, Blesshuhn, Kuh, Reiher und Amsel sind nur ein winziger Einblick in die wilde Tierwelt am Rande der Stadt. Kaum wächst die Sehnsucht nach Rast bei einer Wanderteilnehmerin, so findet sich schon ein Rastplatz, ohne dass es einen Hinweis auf müde Füße bedürfte. Optische Halluzinationen werden einfühlsam als Zeichen blinder Erschöpfung gedeutet und statt bissiger Kommentare findet sich auch hier eine Bank und charmante Tröstung. Trotzdem bleibt der Strommast ein Mast und wird nicht zum Spielplatz. Dies könnte dem Mast zum Vorwurf gemacht werden, jedoch eben nicht dem Wanderführer. Ein hervorragendes Zeit- Management ergänzt die bisherigen Qualitäten des Wanderführers. Das Ziel wird vor der Zeit erreicht und auch die Kürzung von Wegstrecken und Programmpunkten im Hinblick auf die allgemein erreichte Belastungsgrenze erfolgt unmerklich ohne Abstriche an Entertainment. Wer braucht schon einen Golfplatz, wenn der Wanderführer ohne Hilfsmittel den Abschlag vermittelt. Die pure Lebensfreude dient als Golfball und wird fein verpackt mit elegantem Schwung und Inbrunst in das weite Weltall über dem königlichen Wanderweg geschleudert.

Was bleibt zu sagen: Froh zu sein bedarf es wenig
wer diesen Wanderführer hat
kennt den Wanderkönig.

Kein Alpenglühen kann schöner sein als das Panorama, dass sich der köstlich speisenden Wanderin nach sicher begleitetem Aufstieg erschließt hoch oben auf dem erklommenen Gipfel.
Ob Müll oder Geröll zu Füßen macht hier keinen wertenden Unterschied: dem Himmel näher führte der Weg und frei schweifen Blick und Seele über die Welt.

Dank an die Stadt, dass sie mit ihrem Müll einen Weg in den Himmel geschaffen hat.
Und danke an den Wanderführer, dass er die Premium- Auszeichnung beantragt hat, so dass die Gruppe in den Genuss seiner Begleitung kommen durfte.

Gesamtwertung: Premium
-> Wanderweg und Wanderführer mit einmaligen Randsichten auf eine Stadt und einmalige Einsichten in eine wahre Wanderführerseele.

Es grüßt die wandernde Welt
von einem nah- fernen Gipfel

Susi Sorglos

Blauschuh – ohne Testbewertung von Luna-Lupa @ 2014-12-13 – 16:18:43

Blauschuhträume können tatsächlich in irdischen Konsumläden beginnen.
Aber setzen sich im Himmel fort & dort beginnt das Blau.
In einen normalen Schuh wird der Fuß gezwängt und geschnürt, um stapfend schmerzende Spuren auf der Erde zu hinterlassen. Auf dem Weg zur Arbeit unsichtbar im Asphalt, aber schmerzhaft gespürt von jedem Erdkrümel, auf den der Fuß den Asphaltschall drückt. Im weichen Erdenweg hinterlassen die Abdrücke direkte Schmerzen und ein Auseinanderstieben vertraut- verbundener Erdenkrümel und invasiv typisch menschliche Stapfen.
Der blaue Schuh hingegen drängt gen Himmel und zieht das Gewicht des Trägers Richtung Wolken.

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Der Fuß atmet weich und frei im angeschmiegt- weichstützenden Halt.
So dass der irdische Wanderer mit leichtem Schritt ohne Kraftaufwand luftig wandert und die Erde nur sanft streichelt bei der Berührung seines Fußes & die Erdenkrümel vereint und Gräser aufgerichtet bleiben bei seinen Streifzügen.
Ganz zu schweigen vom Geist des Blauschuhträgers: hinein in den Schuh = hinaus aus dem Alltag & hinein in die blaue Blume und Himmelsträume.
Deshalb ist ein grüner Streifen am Schuh unverzichtbar, denn sonst käme der Blauschuhwanderer nicht zurück. Nur der grüne Streifen hat Sehnsucht nach der Erde mit ihren grasigen Tentakeln und hält deshalb Verbindung mit ihr.
&Deshalb sei allen Himmelsliebenden ein blauer Traumschuh gewünscht und allen Blauschuhliebenden ein grüner Streifen an demselben Schuh.
Auf dass der Wanderer fliegen möge jederzeit wohin die Schuhe ihn tragen mögen, aber immer zurückkehre auf die Erde, wo er sonst sehnsuchtsvoll vermisst würde immerdar…

Kein Gruß an die Mitbürger und Mitbürgerinnen diesmal.
Nur an den Blauschuhwanderer und alle Blauschuhwanderer und alle, die Blauschuhwanderer lieben.
Wünsche Dir und Euch Blauschuhreichtum, soviel wie irgend in die Schuhe passt.
Und dann kommt mit den Reichtümern zurück und teilt sie mit uns, die wir sehnsuchtsvoll auf unsere Blauschuhwanderer warten. Oder ab und an auch neben Euch herstapfen.

Es grüßt eine Barfußläuferin. Den einen Blauschuhwanderer im Besonderen.

BlueTest. Vergissmeinnicht und die blaue Tonne. von Luna-Lupa @ 2014-03-30 – 19:13:04

In einer blauen großen Tonne ein kleines Buch in verblichenem Rot und mit zerstoßenen Kanten mit Wasserflecken und dunkel- vergilbten Seiten, aber sonst noch ganz heil auf befreiende Hände geduldig wartend, die dann auch wirklich kommen und es grad noch entdecken bevor ein Stoß Altpapier es erstickt und seiner endgültigen Vernichtung anheim führt…
… und fühlt sich noch ganz lebendig an, das Buch, alle Seiten heil, gefüllt mit Versen in alter Schnörkelschrift, so dass es flugs geborgen und in eine Wohnwabe getragen und dort erst einmal ausgiebig bewundert wird…
Ein zarter Immergrün- Kranz mit Schleife ziert den Einband, Hildegard… ist einmal die Buchhüterin gewesen und ein ehemals im deutsch- französischen Krieg kämpfender Soldat der Herausgeber. Für jeden Tag ein Vers, seit über 100 Jahren von Menschenaugen immer wieder gelesen und diese Seiten seit einem Jahrhundert vielleicht immer wieder berührt oder nur einmal und dann jahrelang in einem Bücherregal reglos verharrt oder auch schon von Hand zu Hand gegangen… in jedem Fall ein Stück lebendiger Geschichte versteckt sich in diesem Miniaturbuch….
Für die Freude der ersten Entdeckung und Bekanntmachung erhält die blaue Tonne +++.
Das Miniaturbuch für die geschenkte Freude des ersten Kennenlernens ++++.
Aber auch alltagstauglich noch trotz hohen Alters?
= Jeden Tag irgendwann einmal nach dem Buche greifen und blättern und einen Vers für Herz und Seele verspeisen… ja, an manchen Tagen kann es durchaus als Seelennahrung dienen, Liebe steigt zeitlos aus Ruinen und der stille Kuss des Himmels an die Erde bleibt ewiglich bestehen und noch einiges mehr davon = +++++, aber an anderen Tagen: Mutterherz, niederes Weib und Mannesehre, nein, das ist keine genießbare Seelennahrung = -, aber halt, dem Herze nicht, aber dem Kopfe tauglich, als Anreiz zum Nachschlagen unbekannter Namen zwischen 1800 – 1900, immerhin ein winzig kleines Werk gesammelter Poesie, die einmal Menschenherzen beglückt und ihr Denken beeinflusst haben mag, denn in mindestens 60. Auflage erschienen, dies Buch, aus dieser Perspektive spannend und nützlich ++.
Und abgesehen vom Inhaltnutzen: in so kleinem Versteck so liebevoll präsentiert die vielen Worte …da kommt kein googeln in moderner Technik mit…
Deshalb insgesamt für das kleine Prachtstück:
++++++
Wohlan denn, liebe Bürgerinnen und Bürger. Lasst uns die blauen Tonnen erobern im Sturm und durchforsten nach lebendigen Schätzen, deren Vernichtung droht…
…um dann auf grünen Frühlingswiesen zu liegen oder von Wohnwaben aus dem Himmel nah zu sein und ein Stückchen der Jetzt-Zeit entkommen und in alten und zeitlosen Worten stöbern und damit Kopf und Herz genüsslich füllen. Oder auch mal nur lachen ob der Erleichterung der gewandelten Werte oder zu weinen um die aus der Welt geflüchtete Romantik. Kostet nichts. Einfach einen sinnlosen Altpapiergang in eine Entdeckungsexkursion verwandeln und los geht’s…
Es grüßt Euch
Susi Sorglos.
Grad kopflos. Weil der grad in der blauen Tonnen steckt. Da ist bestimmt noch mehr drin….

Grüner Tropfentanz Blue Test von Luna-Lupa @ 2013-11-18 – 20:08:02

Tiefes Himmelsgrau lichtverschluckend.
Dazu eine Prise kalten Nieselregens.
Ganz schön düster …
… auf den ersten Blick.
Keine vorschnelle Bewertung, erst mal abwarten.

Aus einem schlafendem Dorf
zwischen Buchenstämmen eintauchen in verhüllendes Silbergrau,
Pilze und sattes Grün und grüngetupfte Tümpel und dunkeltiefschimmerndes Wasser, Wurzelkunstwerke gehüllt in sanft graue Gewänder und Stille…
+++

Moosbetten, satt getränkt mit nährender Feuchtigkeit von oben und unten, so dass die filigranen Äste und Blattwerk einen grünen Sternenhimmel entstehen lassen, der zu heimeligem Niederlassen und Versinken in sich ausstreckenden winzigen Tentakeln einlädt …

++++

Durch die Stämme in welliges Land gelangen dessen Wellen gekrönt sind von unendlich vielen Perltropfen hell und licht und strahlend auf einem dunklen Meer Rübengrüngestrubbel .Tiefgrün mit klar sich abzeichnenden Äderchen, die das dunkle Grün mit lichten Grünflüssen durchströmen…
… die Fußzehen in das Gestrubbel eintauchen und die Füße glücklich in Freiheit über prickelnde Frische tapsen fühlen ohne Spuren zu hinterlassen, so dass das Herz vor Freude doppelt schlägt und die äußere Kälte in glühende Glückswärme verwandelt …

+++++

Gesamtbewertung:

Ungestörter Grüntropfentanz ist ein wundervoller Traumfänger.
Unbedingt suchen, wo er sich verbirgt unbemerkt.
Und dann einfach ruhig sein.
Und zuhören.
Bitte mehr verwunschene Tropfenträume …

Es grüßt leise Susi Sorglos

aus einem besonderen Wald….

lauschend auf versteckt wärmendes Wasser fließend und tropfend und perlend in Grau und Grün…

P.S. … und den kleinen König nie aus den Augen lassend, weil durch ihn Sonntagsträume in den Montag getragen werden und dort weiter lebendig bleiben…

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